Tagesarchiv: 31. Oktober 2006

Dürfen es etwas mehr Leerrohre sein? Jaaaa…

Nachdem am Freitag die Decke eingelegt wurde und wir den ersten Schrecken mit der Treppe und der geringen Durchgangshöhe verdaut hatten, haben wir damit begonnen uns um die Elektrik im Haus zu kümmern. In unserem „Rund-Um-Sorglos-Paket“ ist die Elektroinstallation  eigentlich mit dabei und wir müssten theoretisch kein einziges Leerrohr mehr verlegen oder uns Gedanken um den Strom machen. Aber:

Da treffen drei Vorstellungen zusammen:

Da wäre zum einen unsere Bau- und Leistungsbeschreibung, die leider nur eine Standardverkabelung vorsieht. Das sieht ungefähr so aus: Pro Raum eine Brennstelle (manche sagen auch Lampe dazu) und maximal zwei Steckdosen. Wechselschaltungen sind ganz seltene Exemplare und Kreuz- bzw. Relaisschaltung gibt es gar nicht. Das Haus und die Räume sind zwar mit Strom versorgt aber halt leider etwas (zu) wenig.

Dann kommen da noch 35 Jahre Baustellenerfahrung hinzu. 35 Jahre Erfahrung in Sachen Elektroinstallation (auch Leerrohr verlegen im Rohbau), Montage, Planung  und jede Menge weiteres Know-How das uns beim Hausbau schon geholfen hat und weiterhelfen wird.

Und dann wären da noch die Vorstellungen eines EDV-lers der von der Funktechnik (das wäre bei diesen verbauten Stahlmengen überhaupt nicht möglich) überhaupt gar nichts hält und lieber dem guten, alten Kupfer vertraut. Die Zukunft in der Unterhaltungselektronik heißt ganz klar Triple Play. Das heißt alles und jedes muss miteinander vernetzt sein (und zwar bei uns per Kabel) damit man immer und überall das hören und sehen kann was man will.

Wenn man also alle drei Vorstellungen anschaut, dann kommt man ganz schnell zu dem Entschluss: Die Standardverkablung ist definitiv zu wenig.

Am Freitagabend hat also alles ganz harmlos begonnen. Wir haben damit angefangen die Löcher für die Lampen (oder auch Brennstellen) an der Decke zu markieren und gleich zu bohren. Eigentlich wäre das ja die Aufgabe des Elektrikers gewesen, der in unserem „Rund-Um-Sorglos-Paket“ mit dabei ist, aber wir haben ihm die Arbeit abgenommen, so dass er am Samstag nur noch die Leerrohre einziehen musste. Wir selbst haben dann noch ein oder zwei Leerrohre verlegt und alles weitere auf den Samstag verlegt. 

So sah es am Freitagabend (noch) aus:

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Beton vor dem Kopf

Nein – es ist kein Brett vor dem Kopf das man hat, wenn man die Treppe in den Keller runtergeht, sondern es ist knall harter Beton. Da ist irgendjemand (außer uns natürlich) in der Planung ein Fehler unterlaufen. Auf der vierten Treppenstufe von unten (aus dem Keller) besteht gerade mal eine Höhe von 175 cm um durchzulaufen. Das ist verdammt wenig und kann selbst einer 1,80 m großen Person massive Kopfschmerzen bringen. Der Durchgang an dieser Stelle ist schlicht weg zu wenig. Im Podest im EG wurde vergessen eine Aussparung mit einzubauen. Warum und wieso lässt sich aber nicht mehr nachvollziehen – auf einem Plan war es richtig eingezeichnet und auf dem anderen falsch. Zig Leute haben sich diese Pläne angeschaut (auch wir) aber keinem ist dieser Fehler aufgefallen bis wir am Freitagabend in den Keller gingen und automatisch beim Runtergehen die Köpfe einzogen.

Moment dachten wir, da kann was nicht stimmen:

Nur 175 cm Durchgang im Rohbau + 5 cm Bodenaufbau

Das Ergebnis:

170 cm fertige Durchgangshöhe und ständige Kopfschmerzen oder auf Dauer einen krummen Hals. Da muss gehandelt werden!!!

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Der Deckel für den Keller

Am Freitag Morgen Punkt 8 Uhr kam der LKW mit den ersten Decken – Fertigteilen auf die Baustelle. Die Maurer haben am Tag zuvor die Wände hochgezogen und bereits alle Stahlstützen und Holzbalken aufgestellt auf denen die Decke liegen wird. Die Fertigdeckenelemente (auch Filigrandecke genannt) wurden Aufgrund unseres Bauplanes im Werk vorgefertigt und bereits mit Eisen versehen – die sogenannte Armierung. Die spätere Terrasse im Süden und der überkragende Erker im Westen wurden ebenfalls komplett als Fertigteil geliefert. Durch die Konsrtuktion aus den in der Höhe verstellbaren Stahlstützen und Holzbalken im Keller kann die genaue Höhe angepasst werden und Unebenheiten in der Filigrandecke ausgeglichen werden. Diese Konstruktion hält die Betondecke solange bis sie ausgehärtet ist – in der Regel 1-2 Wochen. Nach dem die Decke lag haben die Maurer damit begonnen die untere Bewehrung einzulegen – mehr aber auch nicht, denn um 15 Uhr war Feierabend.

Eingig waren  sich aber alle: Der Maurermeister, unser Bauleiter und der Elektriker: Der Statiker muss in Verbindung mit einem Stahlwerk stehen, denn soviel Eisen wie in dieser Decke verbaut wurde bzw. noch verbaut wird  hat noch keiner von den Dreien in einem Einfamilienghaus je gesehen….

 

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